#085 – Schmerz und die Beziehung zu unserem Erleben
Shownotes
In dieser Folge unseres Praxiswegs „Stille lernen“ üben wir gemeinsam fünf Minuten Stille. 🌿
Tiefer Leben Lernen verbindet Achtsamkeit, Embodiment, Psychologie und Spiritualität – in kleinen täglichen Impulsen auf dem Weg zu mehr Präsenz.
Ein weiterer spannender Befund aus der Forschung: Achtsamkeits- und Meditationsprogramme zeigten auch positive Effekte im Umgang mit Schmerz.
Dabei geht es nicht unbedingt darum, dass Schmerz komplett verschwindet.
Sondern vielleicht darum, dass sich unsere Beziehung zu dem verändert, was wir erleben.
Nicht sofort wegmüssen. Nicht sofort kämpfen müssen.
Sondern wahrnehmen, dass da neben dem Schmerz vielleicht auch noch etwas anderes ist: Atem. Raum. Beobachten können.
Die Einladung für heute: Mit Offenheit wahrnehmen, wie du gerade da bist – ohne sofort etwas verändern zu müssen.
Am Ende dieser Folge: Fünf Minuten Stille – ein Raum für genau dieses Dasein.
Studie https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24395196/
Mehr zum Podcast www.gabrielkirchner.com/podcast
Hinweis Dieser Podcast versteht sich als Einladung zum Aufbau einer eigenen Praxis der Stille und ist keine therapeutische oder medizinische Begleitung. Stille kann innere Prozesse vertiefen und auch herausfordernde Inhalte berühren. Bitte achte gut auf dich und entscheide jederzeit selbst, ob eine Übung oder ein Moment der Stille für dich gerade stimmig ist.
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge hier bei Tifa Leben Lernen.
00:00:07: Und unsere aktuellen Serie dem mutigen Experiment- und Abenteuerstille zu lernen, wo wir uns Tag für Tag an bis zu zehn Minuten der Stille nähern.
00:00:21: ausprobieren wie es sich anfühlt wenn wir immer wieder in die Stille gehen.
00:00:27: eine kleine Praxis der Stile in und durch den Podcast, aber vielleicht auch davon abgetrennt in deinem Leben auszuprobieren was passieren mag wenn du so eine kleine stille Praxis aufbaust.
00:00:45: Und diese Woche lassen wir uns inspirieren und begleiten von ein bisschen Wissenschaft!
00:00:51: Gerade schauen wir auf einen Studier aus dem Jahr die sich die positiven Effekte angeschaut hat von achtsamkeitsbasierten Meditationsprogrammen, also Inhalten, die vergleichbar sind zu dem was wir hier üben.
00:01:09: Und die letzten Tage haben wir uns schon angeschauert dass die Studie moderate Effekten gefunden hat bei Angst und Depressionen und weniger häufig betont aber in der Studie genauso enthalten sind auch moderate Effekte bei Schmerz oder chronischem Schmerzen.
00:01:33: Das finde ich besonders spannend und die Studie betont hier auch, dass es nicht unbedingt darum geht das Schmerzzerschwindet sondern sich die Beziehung zu Schmerzinternsität dem eigenen Erleben von Belastungen oder dem inneren Umgang damit verändern können im Rahmen einer andauernden Achtsamkeits- oder Meditationspraxis.
00:02:03: Also Meditation vielleicht nicht das, was Symptome immer direkt verändern muss sondern die Beziehung zu dem, was wir innerlich erleben Im Buddhismus – ich kenne mich da nicht supertief aus aber was sich sehr klar weiß ist dass der Unterschied zwischen Schmerz und Leiden betont wird.
00:02:28: Schmerzen ist das, was da ist und Leidene entsteht wenn wir beginnen uns zu wehren gegen das was da isst Und das üben wir auch hier immer wieder in die Stille zu gehen und zu sein mit dem was dann auftaucht Da zu seien und zu akzeptieren nicht zu bewerten zu grübeln uns in innerer oder äußerer Reaktivität zu verstricken, sondern vielleicht den inneren Beobachtungsraum Schritt für Schritt auszuweiten.
00:03:07: Und so ist vielleicht jede Form der Achtsamkeits- oder Meditationspraxis ja nicht dazu da um Sachen wegzumachen, die sowieso schon da sind.
00:03:30: Das ist zumindest meine Erfahrung, dass diese Form der Praxis eher die inneren Augen und Ohren und Kanäle für Dinge öffnet, die ich vielleicht vorher weggedrückt hatte.
00:03:45: Ganz wichtig ist in dem Kontext natürlich auch – da haben wir letzte Woche auch drauf geschaut -, Wenn du schwierige Erfahrungen gemacht hast in deinem Leben, dann achte gut auf dich auch in diesem Podcast und Kontext.
00:04:03: Und falls es noch nicht gehört hast, hör dir gern die Folgen zu potentiellen Herausforderungen, Risiken und Nebenwirkung von Meditationen an – die haben wir uns in der letzten Woche angeschaut!
00:04:17: Ja?
00:04:18: Und da nade ich jetzt Dich und lade ich uns ein... Bevor wir gleich in fünf Minuten der Stille gehen, nochmal tief durch zu atmen.
00:04:30: Vielleicht magst du dich ein bisschen recken und strecken mal den Oberkörper zur Seite drehen vielleicht über deine rechte Schulter schauen und über deine linke Schulter ein bisschen Rotation in die Wirbelsäude bringen.
00:04:56: Es gibt am unteren Ende unserer Lendenwirbelsäule Ausgänge unseres autonomen Nervensystems, die wir durch so Drehung gut stimulieren können.
00:05:10: Das kann man auch im Stehen machen oder wenn du gerade sitzt.
00:05:15: Wenn du Auto fährst bitte nicht allzu viele drehen und dann erlaubt dir mit deinem Atem anzukommen hier und jetzt Genauso wie es gerade ist in deinem Leben.
00:05:41: Mit all dem Schönen und dem Sonnenschein, mit all den Herausforderungen, dem was du vielleicht grade als dunkel Wolken erlebst.
00:06:01: Und vielleicht kannst Du heute hier... ...und jetzt fünf Minuten lang die Wahrnehmung dafür stärken dass Du auch der blaue Himmel bist!
00:06:16: hinter den Wolken, hinter dem Wetter.
00:06:22: Dass da immer eine Qualität von beobachten können, von da sein mit und hinter all den Erfahrungen liegt.
00:06:37: Damit stellen wir uns ein auf fünf Minuten der Stille.
00:06:45: Lade dich und uns ein zu erleben wie es ist Moment für Moment immer hier und immer wieder jetzt.
00:07:36: Und das waren sie für heute, unsere fünf Minuten der Stille.
00:12:19: Fürcht magst du dir noch einen kleinen Moment nehmen?
00:12:26: Deine Erfahrung in Worte zu kleiden?
00:12:35: Vielleicht hat sich heute bei dir gar nichts Spektakuläres gezeigt.
00:12:43: Vielleicht hast du aber auch eine Erfahrung gemacht, die für dich eine Bedeutung hatte.
00:12:50: Sei sie klein oder groß und vielleicht konnte dein System einfach ein bisschen runterfahren in diesen fünf Minuten?
00:13:05: Und was und wie auch immer es sich heute gezeigt hat, welch magst du dir einfach ein kleines Dankeschön sagen für das?
00:13:18: was du heute erlebt hast und die Zeit, die du dir genommen hast.
00:13:24: Und vielleicht auch dir selbst die Einladung aussprechen?
00:13:30: Mal für ein paar Wochen auszuprobieren, was passiert wenn du eine Praxis der Stille aufbaust sowie die Studie hier unterstreicht Effekte ungefähr nach sechs bis acht Wochen auftauchen Du dir selbst auch vielleicht mal diesen Zeitraum geben magst, um auszuprobieren was sich zeigt.
00:13:58: Dazu kann man vielleicht noch sagen dass viele Menschen in der Praxis betonen das man unter zehn bis fünfzehn Minuten Stille pro Tag Achtsamkeit Meditation gar nicht erst anfangen braucht.
00:14:14: Vielleicht ist es auch so vielleicht auch nicht.
00:14:18: Ich möchte mit diesem Format auf jeden Fall dazu einladen, die Hürde klein zu halten so dass du nicht fünfzehn Minuten still sitzen musst.
00:14:30: Das mag am Anfang nämlich für viele als große Hürder erscheinen aber wenn Du möchtest die Zeiten auszuweiten bist Du natürlich dazu herzlich eingeladen.
00:14:42: Jetzt freue ich mich erstmal das Du hier heute bei diesen fünf Minuten der Stille dabei gewesen bist.
00:14:48: Wünsch dir von Herzen alles Gute, Frieden und Ruhe mit Dir.
00:14:54: Und dann vielleicht bis zum nächsten Mal hier bei Tifa leben lernen!
00:14:59: Bis dann!
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